Presse [09. Juni 1999 Stuttgarter Zeitung]
Wenn die Schlegel wirbeln
Marimbakonzert von Musikstudenten im Rotebühlzentrum

Von Oliver Hasenzahl die Spielerin einen Ton wie es delikater kaum möglich ist. Ja, die Studentin der Stuttgarter Musikhochschule ist ganz offensichtlich auf dem besten Weg, Karriere zu machen. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg zu diesem Ziel wäre ein Preis bei der "World Marimba Competition" in Japan. Und um sich darauf vorzubereiten, spielt Jasmin Kolberg bei dem Konzert im Rotebühlzentrum Teile aus ihrem Programm für den Wettbewerb vor. Bravo! ...
Auch ein Schlaginstrument kann singen. Unsinn? Keineswegs. Wenn zum Beispiel Jasmin Kolberg bei diesem Konzert von Musikhochschülern im Robert-Bosch-Saal des Treffpunkts Rotebühlplatz die Schlegel über ihr Instrument wirbeln läßt, dann bekommt das Marimbaphon fast so etwas wie eine menschliche Stimme. Da klingt dann tatsächliche manche Transkription, als ob sie eigentlich schon im Original für Marimba komponiert worden wäre.
     Etwa Johann Sebastian Bachs Fuge aus der Sonate in g-Moll, die der Komponist im Original für Violine solo geschrieben hat. Keinen Moment vermißt man hier die Violine, so differenziert, kantabel und trotzdem virtuos spielt Jasmin Kolberg. Nicht anders ergeht es den Zuhörern bei Claude Debussys "Dr. Gradus ad Parnassum", dessen Original für Klavier komponiert worden ist. Hier zaubert
______________________________________________________________________________
[Fenster schliessen]