Presse [28. März 2000 Braunschweiger Zeitung]
Percussion Projekt Rostock" beeindruckte im Peiner Forum
Perfekte Inszenierung
am Marimbaphon
Pure Perfektion: Jasmin Kolberg am Marimbaphon.
(PN-Foto: Bode)

Zudem spielten die fünf Ensemblemitglieder mit einer atemberaubenden Perfektion und lieferten eine spannungsvolle Darbietung, die das Publikum gebannt verfolgte.   
     Höhepunkt war aber Jasmin Kolbergs Komposition "Kalimbob", die neben der Verwendung von Naturlauten wie fließendem Wasser und rieselndem Sand auch lebhafte bis ekstatisch wirkende rhythmische Strukturen einsetzt.. Das Publikum war am Ende so begeistert, dass das "Percussion Projekt Rostock" noch drei Zugaben gewährte.
Günther Werner
Peine. Es war ein Klang- und Musikerlebnis der besonderen Art: Auf der Bühne waren bis zu fünf Marimbaphone gleichzeitig eingesetzt, dazu in einigen Stücken auch Handtrommeln, Rasseln, Klanghölzer, Klangstäbe und -kästchen aus Holz und Metall sowie Triangeln verschiedener Größe. Das "Percussion Projekt Rostock" hatte ins Forum eingeladen.

     Geboten wurde vom Ensemble, das 1990 sein erstes Konzert gab, nicht nur Zeitgenössisches, sondern auch verschiedene für Marimbaphone arrangierte Versionen klassischer Kompositionen von Claude Debussy, Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldi.
     Star des Abends war Jasmin Kolberg, die als Meisterstudentin in New York und Stipendiatin in Paris Erfolge in internationalen Wettbewerben verzeichnen konnte und am Marimbaphon ein Ausnahmetalent darstellt.
     Sie faszinierte das Publikum mit einer durchdachten Interpretation klassischer Werke, so in der für Marimbaphon gearbeiteten Fassung des Stückes von Claude Debussy "Gradus ad Parnassum" wie auch in der Fuge aus der Sonate g-Moll für Violine Solo(hier im Arrangement für Marimbaphon) von Johann Sebastian Bach, beides in wunderschöner Phrasierung und mit Herausarbeitung der motivischen Linien sowie mit herrlich sensiblem Klang geboten.

     Die Umsetzung dieser "klassischen" Werke fand ihren Höhepunkt in der Bearbeitung zweier Sätze aus Antonio Vivaldis Werk " Die vier Jahreszeiten", hier die Sätze "Frühling" und "Sommer". Die rhythmischen Strukturen und feinen harmonischen Wendungen dieses barocken Meisters wurden durch die Umsetzung in dieses Instrument sehr viel klarer hörbar und erhielten eine völlig zeitlose Dimension.
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